MVRP Landesmeisterschaft im Jugend-Kart-Slalom
am 13.09.2009 in Bitburg

Vom 1. RCB Kaiserslautern konnten sich Oliver Müller und Nicolas Leu in der Klasse 4 sowie Maximilian Jäger und Arthur Wolff in der Klasse 3 für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft qualifizieren, wobei Oliver Müller wegen einer Schulklassenfahrt (nach Litauen!) leider nicht starten konnte.

Bei der Berichterstattung über die Veranstaltung konnten dieses Mal auch Teilnehmer und Betreuer anderer Clubs stärker als sonst Berücksichtigung finden.

Parcours und Parcoursplan

mvrp bitburg

mvrp bitburg

Die Siegerehrungen K 1 - K 5

mvrp bitburg 2009

Siegerehrung K 1

mvrp bitburg 2009

Siegerehrung K 2

mvrp bitburg 2009

Siegerehrung K 3

mvrp bitburg 2009

Siegerehrung K 4

mvrp bitburg 2009

Siegerehrung K 5

Ergebnisse Bitburg

Die Teilnehmer des 1. RCB Kaiserslautern

arthur wolff

Arthur Wolff, K3

maximilian jäger

Maximilian Jäger, K 3

nicolas leu

Nicolas Leu, K 3

rcb kaiserslautern

Ablauf der Strecke mit Eugen Bernhardt, Arthur Wolff, Nicolas Leu,
Maximilian Jäger und Steffen Keim

Arthur Wolff (Platz 17 in der K 3):

arthur wolff arthur wolff
arthur wolff arthur wolff

Maximilian Jäger (Platz 15 in der K 3):

maximilian jäger maximilian jäger
maximilian jäger maximilian jäger

Nicolas Leu (Platz 17 in der K 4):

nicolas leu nicolas leu
nicolas leu nicolas leu

Fahrer anderer Clubs aus der Pfalz in Aktion

björn müller

Björn Müller, K 4

katrin becker

Katrin Becker, K 4

manuel brendel

Manuel Brendel, K 4

florian schönfeld

Florian Schönfeld, K 4

pascal kurz

Pascal Kurz, K 4

sandrine horn

Sandrine Horn, K 3

thomas grube

Thomas Grube, K 3

michael treiling

Michael Treiling, K 3

florian maximilian thies

Florian Maximilian Thies, K 3

luca schmitt

Luca Schmitt, K 2

jens bolender

Jens Bolender, K 2

sebastian hahl

Chiara Tiara Müller, K 2

Am Vorstart

christian und luca schmitt

Christian und Luca Schmitt

lorsi prattes

Loris Prattes mit seinem Vater

benjamin luschnat

Benjamin und Manuela Luschnat mit Helmut Müller

sebastian hahl, helmut müller

Helmut Müller mit Sebastian Hahl

björn müller

Björn Müller, K 4

katrin becker

Katrin Becker, K 4

sebastian hahl

Sebastian Hahl, K 2

luca schmitt

Luca Schmitt, K2

Impressionen am Rande der Strecke

MC hassloch

Fahrerlager MC Hassloch

eugen bernhardt

Eugen Bernhardt, Manuela Luschnat, Helmut Müller

andreas becker

Andreas Becker und Christian Schmitt, MSC Brücken

mvrp bitburg 2009

Pfälzer Lager

rcb kaiserslautern

1. RCB Kaiserslautern

mvrp bitburg 2009

Mitfiebern trotz Bitbuger Saukälte

Schaun wir auch mal beim Nachbarn vorbei:

maximilian jäger, arthur wolff

maximilian jäger, arthur wolff

Und tschüß:

nicolas leu

Nicolas Leu

mvrpbit51.JPG (36916 Byte)

Die Veranstaltung im Spiegel der Teilnehmer und Zuschauer:

Drei Wochen vor der Veranstaltung hatte ich mit zwei Fahrern in Bitburg an einer AvD-Veranstaltung teilgenommen, die ebenfalls vom EMSC Bitburg ausgerichtet wurde.

Organisation, Streckenaufbau, Abwicklung und gastronomisches Angebot waren schon damals etwas ungewöhnlich und zumindest überraschend für alle, die beim ADAC Pfalz dessen meist gut organisierte Jugend-Kart-Slaloms kennen.

Für die MVRP-Landesmeisterschaft rechnete der vorgewarnte Besucher daher auch mit ähnlichen Überraschungen und deckte sich sicherheitshalber mit Essen und Trinken von zu Hause ein, was auch bei anderen Clubs so gehandhabt wurde, wie man vor Ort feststellen konnte.

Parcours und Equipment

Die erste positive Überraschung bot der Parcours, der glücklicherweise nicht wie noch beim AvD auf einer Baustelle zwischen den Hangars sondern auf einer großzügigen und ebenen Fläche an einer Rollbahn aufgebaut war. Der Streckenverlauf war recht flüssig und sollte für alle Teilnehmer keine unlösbaren Probleme darstellen. Der helle Belag war zwar gegenüber der Asphaltfläche der Rollbahn etwas glatter, aber damit mussten ja alle Teilnehmer zurecht kommen.

Diese vermeintliche Chancengleichheit war allerdings nicht mehr gegeben, wenn man berücksichtigt, dass mit PCR-Karts gefahren wurde, die auch beim ADAC Mittelrhein im Einsatz sind, während die Pfälzer ihre Läufe bekanntlich mit Mach 1-Karts absolvieren. Allerdings müssen im jährlichen Wechsel auch die Teilnehmer vom Mittelrhein in der Pfalz mit den Mach 1-Karts zurecht kommen.

Aber wie war das mit dem technischen Zustand der eingesetzten Karts?

Die Reifen waren ziemlich abgefahren - einer sogar bis auf die Leinwand! Erst massive Einwände eines Betreuers beim Sportkommissar führten zum Austausch zumindest eines Rades. Die Kunststoffabdeckung an der Hinterachse eines Karts war so verbogen, dass sie auf dem linken Hinterrad schleifte! Und dem Vernehmen nach wirkten auch die Bremsen bei den beiden eingesetzten Karts völlig unterschiedlich, der eine bremste sehr hart, der andere weich. Bei einer Landesmeisterschaft sollte man schon sicherstellen, dass das Equipment einheitlich und auch in Ordnung ist.

Beim Ablaufen der Strecke fiel auf, dass die Markierungen um die Pylonen sehr dünn gezeichnet und daher schlecht zu erkennen waren. Damit wurden für Zuschauer und Sachrichter nicht gerade günstige Bedingungen geschaffen und man konnte schon ahnen, dass es zu Irritationen kommen würde.

Sachrichter

Was sehr negativ ankam, war die zu geringe Zahl der Streckenposten. Bei der großen Fläche hätten es schon doppelt so viel Sachrichterstationen sein dürfen, um eine zügige und immer korrekte Fehleranzeige zu gewährleisten. Die Zuständigkeitsbereiche der einzelnen Posten waren zum Teil so groß, dass man als Beobachter deren Anzeigen schon gar nicht mehr wahrnahm, weil man ja die weitere Fahrt der Fahrer verfolgte und diese eben schon sehr viel weiter gefahren waren.

Die Anzeigen erfolgten oft so spät, dass bereits die nächste Sektion vollständig durchfahren war und der 2. Posten schon seine Fehleranzeige hob, bevor sich beim 1. Posten etwas regte.

Man hatte auch den Eindruck, dass manche Streckenposten nicht so recht bei der Sache waren. Verschobene Pylonen wurden manchmal gar nicht bemerkt oder auch nicht wieder exakt hingestellt. Es gab auch einige Situationen, wo man als Zuschauer dachte, dass Fehler durch verschobene Pylonen nicht oder nicht richtig angezeigt wurden.

Umgekehrt hob insbesondere ein Kollege vom "Dreamteam" am letzten Posten vor dem Zielraum oft schon die Tafel, bevor er oder sein Kollege die Pylonen genau in Augenschein genommen hatte.

Dies führte u.a. bei einem meiner Schützlinge dazu, dass bei der Zielankunft von ihm deutlich "0 Fehler" angezeigt wurden, vom Sprecher dann aber zu unserer Überraschung "1 Fehler" angesagt wurde, weil offenbar nachträglich eine Änderung vorgenommen worden war! Sowohl ich als auch mein Fahrer hatten die angezeigte "0" genau gesehen und es ist eine Frechheit, wenn der angesprochene Haupt-Sachrichter dann behauptet, wir hätten uns beide geirrt und es sei von Anfang an die "1" angezeigt worden. Wenn man Fehler macht, sollte man dazu stehen und nicht die Leute für dumm verkaufen wollen!

Nicht ohne Grund wurde die weitere Arbeit dieses Postens dann vom Beauftragten des ADAC Pfalz besonders in Augenschein genommen.

Höhepunkt der Sachrichter-Performance war alllerdings, dass ein Sachrichter während eines Wertungslaufs mal kurzerhand zum Schiedsgericht Richtung Lkw schlenderte und beim Rückweg dann gar nicht merkte, dass er in die Ideallinie einer gerade anfahrenden Teilnehmerin lief. Hätte sie ihn umgefahren, wäre er wohl erst mal richtig wach geworden!

Anmeldung, Vorstart, Ansagen, Zeitanzeige

Gegen die Anmeldeprozedur und die Aushänge im Anmeldebereich gibt es keine Einwände. Am Vorstart hätte sinnvollerweise eine Starterliste zur Einsichtnahme durch die Teilnehmer und Betreuer hängen sollen – nicht nur auf dem Tisch des Vorstart-Protokollführers. Während die Ansagen weitestgehend in Ordnung waren, konnte man dies von der Zeitanzeige nicht behaupten. Diese im Führerhaus hinter der Windschutzscheibe eines Lkw zu plazieren, war ein schlechter Witz, denn die Betreuer konnten sie ebensowenig sehen wie die ankommenden Fahrer und auch die Zuschauer konnten sie nur erkennen, wenn sie in unmittelbarer Nähe waren.

Siegerehrung

Begrüßenswert ist, dass jeder Teilnehmer einen Ehrenpreis bekam. Leider ist darauf nicht die Plazierung zu erkennen, so dass es sinnvoll gewesen wäre, entweder ein Plakette mit der jeweiligen Plazierung anzubringen oder zusätzlich eine Urkunde auszuhändigen, die über den erreichten Platz informiert.

Gastronomie

Es lässt sich leider nicht vermeiden, mit Kritik fortzufahren, denn die Skepsis gegenüber dem kulinarischen Angebot war nicht unbegründet. Lediglich Bratwurst und Pommes Frites gab es für die Zuschauer, während für die Offiziellen und Helfer doch exquisiteres Essen in Thermobehältern und Styroporverpackungen vorgehalten und ausgeben wurde. Auch eine Variante, das Personal besser als die Gäste zu bewirten. Bier (was bei Jugendveranstaltungen gar nicht selbstverständlich ist) und Softdrinks wurden in ausreichender Menge und Form angeboten. Kaffee in Plastikbechern gab es zwar auch, doch den sonst üblichen Kuchen suchten viele Besucher vergebens.

Sanitäre Anlagen

Eine Offenbarung waren die beiden Dixi-Klos für eine Tagesveranstaltung mit über 100 Teilnehmern sowie zahlreichen Zuschauern und Betreuern. Selbst der Toilettenwagen in Maikammer ist da besser, zumal dort die Möglichkeit besteht, sich die Hände zu waschen. Für das "Örtchen" besuchende Zuschauer eine Zumutung – hinsichtlich des Personals am Imbiss, das sicherlich auch mal die Toilette aufgesucht hat, aber besonders kritisch weil unhygienisch, da auch sie sich nicht die Hände waschen konnten!

Zuschauerplätze

Man hatte sich nicht sonderlich viel Mühe gemacht, die ganze Veranstaltung in einem würdigen und optisch gelungenen Rahmen zu präsentieren, denn nicht einmal das Gras war gemäht und auch Sitzmöglichkeiten waren nur begrenzt vorhanden. Angesichts der kühlen Witterung hätte auch ein windgeschütztes Zelt viel Anklang gefunden.

So aber mussten Zuschauer zeitweise auf die benachbarte Kartbahn oder in eine Kneipe ausweichen, um sich aufzuwärmen oder die richtige Toilette zu benutzen. Die Einnahmen des Veranstalters lassen sich auf diese Weise aber nicht steigern.

Fazit

Die Ausführungen sind das Ergebnis meiner Beobachtungen sowie der mir vorgetragenen Schilderungen anderer Besucher. Uns ist klar, dass es sehr schwierig ist, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Aber die beiden letzten Landesveranstaltungen in Alzey und Hassloch waren in jeder Hinsicht deutlich professioneller organisiert.

Bewerben sollten sich künftig nur Ortsclubs, die über ausreichend Personal verfügen und bereit sind, sich entsprechend beraten und unterstützen zu lassen.